In diesem Guide erfährst du verständlich und praxisnah wie der Forschungszulage Antrag funktioniert, welche Schritte im Antragsverfahren wichtig sind, was beim Forschungszulagengesetz Antrag zu beachten ist und wie du typische Fehler im Prozess vermeidest.
Was ist der BSFZ Antrag zur Forschungszulage?
Der BSFZ Antrag Forschungszulage ist der erste Schritt, wenn Unternehmen die steuerliche Förderung nach dem Forschungszulagengesetz nutzen möchten. Dabei prüft die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ), ob ein Projekt als Forschung und Entwicklung gilt.
Wichtig:
Die BSFZ bewertet nur den fachlichen Forschungscharakter — nicht die steuerliche Auszahlung. Diese erfolgt später über das Finanzamt.
Forschungszulage beantragen: Die zwei Phasen im Antragsverfahren
Wer eine Forschungszulage beantragen möchte, durchläuft grundsätzlich zwei getrennte Schritte.
Phase 1: Antrag bei der BSFZ
Hier wird geprüft, ob dein Projekt förderfähige Forschung darstellt. Du reichst dazu eine technische Projektbeschreibung ein und erklärst:
- Ziel des Vorhabens
- technologische Unsicherheit
- geplantes Vorgehen
- Innovationsgrad
Nach erfolgreicher Prüfung erhältst du eine Bescheinigung.
Phase 2: Antrag beim Finanzamt
Erst nach der BSFZ-Bescheinigung stellst du den steuerlichen Antrag beim Finanzamt. Dort werden die tatsächlichen Personalkosten oder Auftragsforschungskosten berücksichtigt.
Forschungszulagengesetz Antrag: Welche Projekte sind förderfähig?
Nicht jede Entwicklung gilt automatisch als Forschung. Förderfähig sind Vorhaben, die mindestens eine dieser Kategorien erfüllen:
Grundlagenforschung
Arbeiten ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen mit Fokus auf neue Erkenntnisse.
Industrielle Forschung
Gezielte Forschung zur Entwicklung neuer Technologien oder Verfahren.
Experimentelle Entwicklung
Technische Weiterentwicklung bestehender Lösungen mit klaren Unsicherheiten oder Risiken.
Routine-Entwicklung oder reine Produktoptimierungen reichen meist nicht aus.
BSFZ Antrag Forschungszulage: Welche Informationen werden benötigt?
Damit dein Antrag erfolgreich ist, solltest du dein Projekt technisch präzise beschreiben.
Typische Inhalte eines Forschungszulage Antrags:
- Ausgangssituation und Stand der Technik
- konkrete technische Herausforderung
- geplante Lösungsansätze
- Unsicherheiten im Entwicklungsprozess
- Projektstruktur und Arbeitsschritte
Viele Ablehnungen entstehen, weil Projekte zu stark aus Business-Perspektive beschrieben werden statt aus technologischer Sicht.
Forschungszulage Antrag stellen: Schritt-für-Schritt Ablauf
1. Projekt definieren
Formuliere klar, welches technische Problem gelöst werden soll und warum die Lösung nicht offensichtlich ist.
2. Antrag über das BSFZ Portal einreichen
Der Antrag erfolgt vollständig digital. Dabei beschreibst du dein Projekt strukturiert entlang der Forschungsmerkmale.
3. Fachliche Prüfung durch die BSFZ
Gutachter bewerten, ob dein Projekt die Kriterien des Forschungszulagengesetzes erfüllt.
4. Bescheinigung erhalten
Bei positiver Bewertung bekommst du eine offizielle Bescheinigung über die Förderfähigkeit.
5. Steuerlichen Antrag beim Finanzamt einreichen
Mit der Bescheinigung kannst du die Forschungszulage im Rahmen deiner Steuererklärung beantragen.
Wie lange dauert ein BSFZ Antrag?
Die Bearbeitungszeit kann variieren und hängt stark von der Komplexität des Projekts ab. Unternehmen sollten ausreichend Zeit einplanen und Projekte möglichst frühzeitig einreichen.
Tipps, um die Erfolgschancen beim Forschungszulage Antrag zu erhöhen
- Beschreibe technische Risiken statt Business-Ziele
- Nutze klare, nachvollziehbare Projektphasen
- Erkläre, warum bestehende Lösungen nicht ausreichen
- Dokumentiere Iterationen und Entwicklungsunsicherheiten
Ein guter Antrag erklärt nicht nur, was gebaut wird — sondern warum der Weg dorthin Forschung ist.
Fazit: Forschungszulage beantragen lohnt sich mit der richtigen Strategie
Wer eine Forschungszulage beantragen möchte, sollte das Verfahren strategisch angehen. Der BSFZ Antrag Forschungszulage ist weniger Bürokratie als vielmehr eine strukturierte Darstellung des eigenen Innovationsprozesses.
Mit einer klaren technischen Argumentation und einem nachvollziehbaren Projektaufbau steigen die Chancen auf eine erfolgreiche Bescheinigung deutlich.


